Poolstars Döbeln

Saisonrückblick

Viel Licht wirft auch Schatten

Die Saison 2015/16 gingen die Billarder des ESV Lok Döbeln, nach zwei Abstiegen in der vorigen Spielzeit, mit neuem Elan und gleich drei Teams an. Die 1. Vertretung wollte den direkten Wiederaufstieg von der Verbandsliga in die Oberliga realisieren. Währenddessen verfolgten die 2. und 3. Mannschaft, in der Bezirksliga Ost, gegensätzliche Ziele.

Personelle Veränderungen gab es in der 1. Mannschaft keine. Teamkapitän Andre Dittmann startete mit Rico Funke, Maik Thiele und Robby Sauer erfolgreich in die neue Saison. Nach zwei Spieltagen stand man dort, wo man auch am Ende stehen wollte, an der Spitze. Doch einen Tag vor der dritten Partie beim Schlusslicht Uhyst, verletzte sich Sauer bei einem Fahrradsturz und fiel lange aus. Prompt gab es nur ein Unentschieden und der komfortable Vorsprung war für den Rest der Saison dahin, weil der Verfolger PPC- Joker Leipzig 2, konstant punktete. Die nächste Begegnung wurde gewonnen und dann ging es erst Ende Februar für die Poolstars weiter.

Hier kam es zum Spitzenduell in Leipzig, wo auch Sauer wieder auflaufen konnte. Man trotzte den Messestädtern ein hart umkämpftes Unentschieden ab. So blieb alles bis zum vorletzten Spieltag weiter offen. Dann kam es zum erneuten Aufeinandertreffen beider Teams, diesmal in Döbeln. Leider fiel die Vorentscheidung entgegen den Erwartungen der Mittelsachsen. Die „Joker“ gewannen mit 8:4 und konnten sich entscheidend absetzen. Den Poolstars blieb nur der zweite Tabellenrang.

Noch dramatischer ging es in der Bezirksliga Ost zu. Auch hier stand eine Döbelner Truppe im Mittelpunkt des Geschehens. Die 2. Mannschaft, bestehend aus Kapitän Matthias Glauer, Mario Kattner und Matthias Neuber, lieferte sich ein Kopf-an-Kopf- Rennen mit dem BC Joe´s Dresden 2. Beide Teams gingen förmlich im Gleichschritt vorneweg. Ein hoher Sieg folgte auf den nächsten. Genau dies, sollte am Ende noch ausschlaggebend sein. Am zweiten Spieltag gewannen die Elbestädter 9:0 und die Poolstars- Reserve „nur“ 7:2. Am nächsten Spieltag konnten die Döbelner 8:1 gewinnen, während es für die Dresdener „nur“ zu einem 7:2 reichte. Dann kam es endlich zum Gipfeltreffen in der Landeshauptstadt. Glauer und seine Crew war auf den Punkt hellwach und übernahm mit einem 5:4- Erfolg die Tabellenspitze. Danach leistete sich keiner einen Ausrutscher und so musste die Entscheidung am letzten Spieltag in der Muldestadt fallen. Das Drehbuch hätte besser nicht sein können. Erster gegen Zweiter und für die Poolstars hätte sogar eine 4:5- Niederlage zum Aufstieg gereicht. Das wussten jedoch auch die Joe´s- Akteure und bündelten noch einmal alle Kräfte. Glauer´s Crew bekam das Nervenflattern. Normalform hatte nur der Kapitän selber an diesem wichtigen Tag. Doch seine drei Siege standen sechs Niederlagen gegenüber, was gleichbedeutend mit dem Verlust der Tabellenführung war. Obwohl beide Teams spiel- und matchpunktgleich sind, konnten die Dresdener wegen des direkten Vergleichs vorbeiziehen. Eine absolut positive Saison, bekam so einen extrem bitteren Beigeschmack. Nur eine einzige Partie, über die gesamte Saison gesehen, fehlte der 2. Mannschaft der Döbelner Poolstars zum Aufstieg.

Weniger aufregend und spektakulär ging es für die neue 3. Mannschaft um Kapitän Andreas Henk zur Sache. Hier bündelte sich das Gros der Poolstars- Akteure, allerdings mit dem Hintergrund, auch mal in den anderen Teams aushelfen zu können. Vor allem die unerfahreneren Spieler sollten auf ihre Kosten kommen und mehr Einsatzzeit im Punktspielbetrieb bekommen. Hier taten sich besonders Sylvio Zisler, Thomas Hellmann, Torsten Dathe und Stefan Schönfelder, neben ihrem Kapitän, hervor. Nach einem mäßigen Start platzte am vierten Spieltag der Knoten. Die Mittelsachsen feierten ihren ersten Sieg. Zwei weitere heimsten sie noch ein und hätten mit etwas mehr Glück und Erfahrung sogar auf dem dritten Platz einfahren können. Eine Negativserie zum Saisonabschluss vermasselte ihnen ein besseres Resultat.

Das war der Knackpunkt bei allen drei Poolstars- Teams. Die fehlende Konstanz am Saisonende, verdarb ein Erfolgserlebnis nach dem anderen. So standen sie, nach einer tollen Spielzeit, mit leeren Händen da. Doch genau daraus werden die Döbelner Poolstars ihre Lehren ziehen, darauf aufbauen und in der kommenden Saison erneut die Tabellenspitze angreifen.

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